Kerzlin

Kerzlin stellt sich vor:

Kerzlin, nördlich der Temnitz gelegen und in Nord-Süd-Achse durch die heutige Bundesstraße 167 durchschnitten, wurde als Fischerdorf gegründet. 1365 erstmals urkundlich erwähnt, konnte Kerzlin im Jahre 2015 sein 650-jähriges Bestehen feiern. In diesem Zeitraum änderte sich mehrfach die Schreibweises des Ortes, von ursprünglich Kerzellin, über Kesselin, Kertzelyn, Kertzlein, Kerssellein, Ketzelin und Kertzlin hin zur heutigen Schreibweise Kerzlin.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde Kerzlin, wie viele Dörfer und Städte in der Mark Brandenburg, schwer gebeutelt. Zeitweise lagerten in Wildberg und den umliegenden Dörfern mehr als 60 000 Soldaten. Für das Land Ruppin wurden im Dreißigjährigen Krieg allein 147 Truppendurchmärsche aller beteiligten Kriegsparteien gezählt. 

Kerzlin verlor während des Dreißigjährigen Krieges 9 ganze Familien, 8 Familien überlebten. Kerzlin erholte sich, wenn auch langsam. Bis 1652 siedelten sich 13 neue Familien in Kerzlin an.

Heute zählt Kerzlin ca. 200 Einwohnerinnen und Einwohner, darunter viele junge Familien mit Kindern. Diese können sich auf dem im Jahr 2020 erweiterten Spiel- und Sportplatz am Dorfgemeinschaftshaus am Ostende des Dorfes so richtig austoben.

Sehenswürdig in Kerzlin sind die 1913 fertiggestellte Backsteinkirche sowie das 1992 sanierte Kriegerdenkmal, welches im Jahre 1922 von dem Bildhauer Max Wiese für die gefallenen Soldaten des Ersten Weltkrieges erschaffen wurden. 

Trotz der Trennung des Dorfes durch die B 167 hat Kerzlin eine intakte Dorfgemeinschaft, welche insbesondere durch den Heimatverein Kerzlin, der im Jahre 2018 bereits sein 20-jähriges Bestehen feiern konnte, gefördert und belebt gehalten wird.